Wie gesunde Ernährung heute aussehen sollte – 6 Tipps, schnell und einfach umzusetzen

In der heutigen Zeit ist es gar nicht so kompliziert sich gesund und gut zu ernähren. Denn es stehen eine Vielzahl an Lebensmittel zur Verfügung. Du kannst also aus einer riesen Auswahl wählen. Dazu kommt noch, dass immer mehr und bessere Forschungen in Hinblick auf die Ernährung entstehen. Das hört sich doch erstmal richtig einfach und gut an, oder? Doch aufgrund dieser Vielzahl an Informationen wissen wir oft gar nicht mehr so recht, wie wir uns überhaupt ernähren sollen. Was macht eine gesunde Ernährung überhaupt aus? Wie viel solltest du essen? Und wovon? 

Falls dich dieses Thema auch interessiert, dann findest du in diesem Artikel einige hilfreiche Informationen, welche du vorher vielleicht noch nicht kanntest. Am Ende verrate ich dir noch meine besten Tipps, um eine gesunde Ernährung wirklich täglich mit Freude und Leichtigkeit umzusetzen

Was macht eine gesunde Ernährung eigentlich aus?

Nach einiger Recherche stelle ich fest, dass sich die meisten Quellen zur Definition für eine gesunde Ernährung in Deutschland auf die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) beziehen. Da ist man sich also ziemlich einig. Die Studien zu dem Thema häufen sich aber und verändern sich stetig. Was natürlich super ist. Nur gibt es dann oftmals so viele neue „Erkenntnisse“, dass man sich gar nicht mehr sicher ist, was noch gesund ist. Geht es dir auch manchmal so? 

Für mich ist es wichtig, dem Körper alle wichtigen Nährstoffe und die Energie, die er benötigt, zu geben. Das mache ich gerne. Denn so weiß ich, ich kann all die Dinge tun, die ich mag. Gesundheit ist der Schlüssel für ein bewusstes Leben. 😊

Was ich zudem glaube ist, dass du selbst spürst, was gut für deinen Körper ist. 

Bunter Gemüsestand mit einer Auswahl an bunten Gemüsesorten

Laut der DGE gibt es ein paar einfache Regel, an die du dich halten kannst, um deine Ernährung wirklich gesund zu gestalten:

  • Abwechslungsreiche und vor allem pflanzliche Ernährung. Je mehr Vielfalt, desto besser und gleichzeitig weniger Risiko für Mangelerscheinungen.
  • Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag. Ballaststoffe gewinnst du zudem vermehrt durch den Verzehr von Hülsenfrüchten. 
  • Wähle immer eher Vollkornprodukte anstelle von Weizen. Vollkorn hält länger satt und enthält außerdem mehr Nährstoffe.
  • Fisch und Fleisch nur in Maßen. Fisch einmal pro Woche und Fleisch max. 600g pro Woche.
  • Nutze pflanzliche Fette. Diese gelten als Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren-Lieferant. Die ungesättigten Fettsäuren sind die gesunden. 
  • So wenig Salz und Zucker wie nur möglich. Salz erhöht zum Beispiel den Blutdruck. 
  • Trinke mindestens 1,5 Liter am Tag. Am allerbesten Wasser oder ungesüßte Getränke.

Die Lebensmittelpyramide der DGE legt wie folgt fest: 25 bis 30 Prozent Fette, neun bis 15 Prozent Eiweiße, mehr als 50 Prozent Kohlenhydrate. Die Vorgaben der DGE werden jedoch auch häufig kritisiert, da sie neuste und wichtige Studienergebnisse zum Teil nicht in ihre Empfehlungen aufnehmen würden.

Sicher ist aber auch, dass jeder Körper anders ist und die Nahrung anders verwertet. Vorrangig ist es wichtig, wie viele Nährstoffe und Energie du zu dir nimmst, um deine Gesundheit zu erhalten bzw. zu verbessern. 

Wenn du gerne wissen möchtest, wie du eine gesunde oder gesündere Ernährung in deinen Alltag integrieren kannst. Bleib gerne dabei. ☺️

Ein paar gesunde Grundregeln, welche du unbedingt kennen solltest

Im Prinzip können die Vorgaben der Ernährungswissenschaften eine gute Ausgangsbasis bilden. Einige Faktoren sind ganz simpel gesagt wirklich unumstößlich. Dazu gehört zum Beispiel dein Grundumsatz bzw. dein Arbeitsumsatz an Kalorien

Wie viel Kalorien benötigt dein Körper also im „normalen Betrieb“ zum Schlafen, Atmen, Verdauen. Wie viel braucht er wenn du Sport machst oder deinen Kopf anstrengst?

Diese Eckpfeiler gilt es zu kennen und zu berücksichtigen. Du solltest immer nur so viele Kalorien zu dir nehmen, wie du auch verbrauchst. Nicht viel weniger, um auch wirklich sicherzustellen, dass du deinem Körper alle lebenswichtigen Nährstoffe zuführst. Aber auch nicht viel mehr, um Übergewicht und chronische Krankheiten wie Diabetes Typ II zu vermeiden.

Somit ist es wichtig nicht nur auf die Makronährstoffzufuhr (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett) zu achten, um deinem Körper genug Energie zu schenken. Sondern auch auf die Versorgung mit Mikronährstoffen, wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Spurenelemente sind notwendig für die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes und des pH-Wertes. Des Weiteren sind sie am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt, regeln unter anderem den Blutdruck.

Grünes Blattgemüse auf Stofftuch-Hintergrund

Spurenelemente stehen dem Körper in erster Linie für hormonelle und enzymatische Reaktion zur Verfügung. Die, noch nicht viel erforschten, sekundären Pflanzenstoffe übernehmen in deiner Gesundheit eine Art Schutzfunktion und sind vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Go for the greens. 🥦🍏

Du solltest aber selbstverständlich gerne darauf hören, was dein Körper braucht und was dir schmeckt. Auch dein Lebensstil spielt da mit Sicherheit eine Rolle. Alles was du jeden Tag tust, Essen und Trinken gehört ja nun mal dazu, sollte für dich leicht anwendbar sein. Das ist echt wichtig. Sobald du dich versteifst, dir etwas verbietest, bist du stetig im inneren „Kampf“ mit dir selbst. Das habe ich in der Vergangenheit selbst so sehr gespürt.

Um deinen Körper mit ausreichend Energie zu versorgen, ist es also essentiell deinen Grundumsatz an Kalorien zu kennen. So kannst du grob überschlagen, ob du dich im optimalen Bereich aufhältst. Keine Angst, du musst nicht täglich jeden Bissen in eine App eingeben, um deine Nährstoffaufnahme zu tracken.

Falls du deinen Grundumsatz noch nicht kennst, kannst du ihn auf Seiten, wie dieser hier ganz einfach ermitteln.

https://www.bmi-rechner.net/grundumsatz.htm

Alle Aktivitäten, welche du am Tag noch zusätzlich machst bilden dann deinen Arbeitsumsatz. Dazu zählt beispielsweise das Radeln zur Uni, der Sport am Abend oder das Putzen des Badezimmers. 

Steht deinem Körper zu wenig Energie zur Verfügung, greift er auf Reserven zurück. Zu allererst auf die Muskelmasse, da dort am schnellsten und meisten Energie „gezogen“ werden kann. Erst bei einer konstanten, linearen Aktivität über einen etwas längeren Zeitraum wie Cardiotraining greift der Körper auf das eingespeicherte Körperfett zurück.
Wie gemein, oder? 🤪 

Im Falle eines Kaloriendefizites ist dein Körper jedoch auch nicht mehr optimal mit allen Nährstoffen versorgt. Das ist erstmal nicht so gravierend. Wird es jedoch, wenn er über Wochen oder Monate in einem sehr hohen Kaloriendefizit ist. Dann kommt der Körper in einen Mangel und wird nicht mehr alle lebenswichtigen Funktionen im vollen Umfang erfüllen können. 

Vielleicht hast du auch schon mal davon gehört, dass bei Frauen, welche eine lange und extreme Diät machen, die Periode ausbleibt? Das ist ein klares Anzeichen dafür, dass sich der Körper nur noch auf die lebenserhaltenden Abläufe konzentrieren kann. Für alles andere bleibt keine Kapazität mehr übrig. So sieht auf lange Sicht keine wirklich gesunde Ernährung aus.

Diese Reaktion des Körpers habe ich selbst auch zu spüren bekommen. Während ich eine Wettkampf-Vorbereitung in der Fitness-Figuren-Klasse im Frauen-Bodybuilding absolviert habe. Es hat circa ein 3/4 Jahr gedauert, bis ich meine Periode überhaupt wieder bekommen habe. Das hat mir gezeigt, wie ungesund solche Extremzustände sind und wie sehr auch gerade der Hormonhaushalt durcheinander gebracht wird. 

Aber auch zu viel Energie in Form von einem Kalorienüberschuss ist langfristig nicht optimal. Diese überschüssigen Kalorien speichert der Körper nämlich als Fettreserven, für schlechte Zeiten, ein.

In diesem Moment braucht er die überschüssige Energie einfach nicht. Klare Folge daraus wird eine Gewichtszunahme sein. Welche weiterhin die Entstehung von Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Bluthochdruck begünstigen kann. Experten gehe sogar davon aus, dass circa 50% der Krankheiten in den Industrieländern aufgrund einer ungesunden Ernährung entstehen.

Warum ist es so wichtig sich gesund zu ernähren?

Kennst du diese Gedanken vielleicht auch? 

„Aber dieser Schoko-Brownie ist doch so lecker, und sonst essen ich ja gar nicht so ungesund.“

Vor ab festgehalten ist es ja auch überhaupt nicht schlimm sich mal etwas zu gönnen. Es sollte aber wirklich bei dem „Gönnen“ bleiben. Also nicht zur Normalität werden. 

Porridge-Schale mit Bananen und Nüssen darauf mit Vorratsglas daneben

Hast du dich schon mal gefragt, wo du mit deiner Ernährung stehst? Was ist deine „normale“ Ernährung? Auf was legst du Wert? Was isst du täglich? Was tut dir gut? Oder was isst du nur, weil es deinem Kopf gut tut?

Gesunde Ernährung hat wirklich auch sehr viel mit Bewusstsein und Achtsamkeit zu tun. 

Wie schon gesagt kannst du dir selbstverständlich auch immer mal etwas „Ungesundes“ genehmigen. Allerdings ist es unglaublich wichtig, auf die langfristige Gesundheit zu achten. Wenn sich eine Person zum Beispiel überwiegend von Fastfood und ungesunden Lebensmitteln ernährt, kann es ihr dabei für den Moment sehr gut damit gehen. Sie fühlt sich fit und das auch noch nach ein paar Monaten oder sogar Jahren. Aber niemand kann garantieren, dass dieses Wohlbefinden und vor allem diese Gesundheit noch ewig so anhält. Denn gerade mit voran schreitenden Alter kann der Körper sich einfach nicht mehr so leicht regenerieren. Der Körper steckt sozusagen weniger weg. So könnte es sein, dass sich der Ernährungs- und Lebensstil nicht sofort, sondern erst später in Beschwerden oder Krankheiten äußert.

Das kann sein, muss aber natürlich nicht. Aber warum es darauf ankommen lassen? Schließlich hast du nur einen Körper und brauchst ihn noch etwas. 😉

Kennst du den Spruch „Nichts schmeckt so gut, wie sich gesund sein anfühlt.“? 

Meiner Meinung nach ist da echt viel dran. Obwohl ich vor einiger Zeit auch noch etwas anders darüber gedacht habe. Mal ehrlich, wenn wir so eine leckere Pizza oder ein Eis vor uns sehen, dann kann der Verstand schon mal kurzzeitig aussetzen. 😆

Aber hier kommt auch wieder der Aspekt von oben ins Spiel. Alles was du dir mal nebenher gönnst ist eine Ausnahme und nicht deine tägliche Routine. Balance ist das Stichwort. 

Frau in schwarzer Sportkleidung macht eine Dehnübung mit dem Bein auf einer Klippe am Meer

Ein ganzheitlicher Ansatz ist hier ganz schön: Nur jemand, der sich ausgewogen und gesund ernährt hat genug Energie um sein Traumleben zu leben.

Doch nicht nur deine Gesundheit, dein Wohlbefinden, deine Stimmung, sondern auch deine Figur sowie deine Haut, Haare und Nägel freuen sich über eine ausgewogene, gesunde Ernährung.

Hier nochmal ein paar gute Gründe, warum es so wichtig ist, dass du dich vorwiegend gesund ernährst:

  • Du bist fitter, voller Energie und nicht so häufig krank.
  • Deine Lebensqualität steigert sich, durch mehr Bewusstsein und Achtsamkeit für das, was du zu dir nimmst.
  • Wenn du dich langfristig gesund ernährst brauchst du keine Diäten mehr und auch keine Angst vor dem
    Jo-Jo-Effekt danach. 
  • Mängel an Nähstoffen verschwinden, wenn du es richtig machst.
  • Gesunde Ernährung kann als Motivationskick genutzt werden. Zu mehr Sport und einen aktiveren Lebensstil insgesamt. 
  • Du hast die Fäden deiner Gesundheit in der Hand. Denn die Gesundheit hängt extrem mit der Lebensmittelaufnahme durch die Ernährung zusammen.
  • Du fühlst dich einfach wohler in deinem Körper und tust bewusst etwas dafür. 
  • Durch gesunde Ernährung verbessert sich die Schlafqualität und du kannst tagsüber mehr erreichen.

Ein Durcheinander der Ernährungsformen und Diäten? – Ein kleines „How to“

Mittlerweile gibt es gefühlt genauso viele Ernährungskonzepte wie Lebensmittel selbst. Natürlich muss jeder Mensch für sich selbst herausfinden, was für ihn am meisten Sinn und Freude macht. So können sich nicht alle den ganzen Tag Low Carb ernähren, gerade Personen, die beispielsweise schwer körperlich arbeiten.

Andere Konzepte wie die der veganen Ernährung kann nicht nur positive Auswirkungen auf eine Einzelperson allein, sondern auch auf die Umwelt haben. Oftmals kommen auch kulturelle und ethische Punkte hinzu. Aber, musst du dich überhaupt zwingend nach so einem Konzept ernähren?

Zunächst mal findest du hier eine kleine Auswahl der bekanntesten Ernährungskonzepte mit einer knappen Beschreibung dazu:

  • Clean Eating. Greift auf möglichst unverarbeitete Lebensmittel zurück, diese in hoher Qualität. Lebensmittel wie Weizenmehl, Zucker und Transfette werden ausgeschlossen.
  • Flexitarier. Überwiegend vegetarische Ernährung, mit der Möglichkeit flexibel trotzdem Fleisch und Fisch zu sich zu nehmen.
  • Ketogene Ernährung. Energie wird ausschließlich aus Fetten und Eiweißen bezogen, auf Kohlenhydrate also Glucose wird verzichtet. So greift der Körper auf seine Fettdepots zurück, um Energie zu gewinnen. 
  • Paleo, Steinzeiternährung. Ernährung aus Lebensmittel der Steinzeit – Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Früchte, Samen und Nüssen. Auf Milchprodukte und Verarbeitetes sowie Getreide wird verzichtet. 
  • Pescetarier. Eine vegetarische Ernährung, in der auch Fisch gegessen wird. 
  • Rohkost. Alle Lebensmittel werden nicht mehr als 45 Grad erhitzt. Möglich für eine vegane, vegatrische oder omnivore Ernährung.
  • Vegane Ernährung. Verzicht auf jede Art von tierischen Lebensmitteln. Von Fisch, über Milchprodukte, Gelatine und Honig. Zudem gibt es weitere Varianten wie die Roh-Vegane-Ernährung.
  • Fasten. Der Verzicht auf (bestimmte Lebensmittel) in Gänze oder in einem bestimmten Zeitraum. Das intermetierende Fasten zählt auch dazu. 
  • Low Carb. Zählt eigentlich in eine Gruppe mit der ketogenen Ernährung. Es werden anstelle von großen Mengen an Kohlenhydraten Fette und Eiweiße zu sich genommen.
  • Low Fat. Hier wird streng auf die aufgenommene Menge an Fetten geachtet. Diese soll einen Werte von 30g pro Tag nicht überschreiten. 

Wofür brauchst du überhaupt ein Konzept für deine Ernährung?

Im Leben hilft dir ein gewisser Grad an Struktur oftmals weiter. Hört sich immer sehr spießig an, ist aber manchmal einfach so. Hast du also eine Idee bzw. ein Konzept wie du dich ernähren willst, fällt es dir wahrscheinlich viel leichter dich langfristig gut und gesund zu ernähren. 

Du kannst abschätzen, was du essen magst und was nicht. Was dir gut tut und was deinem Körper eher Nachteile bringt. Du wählst also automatisch bewusster aus und das mit einem guten Gefühl. So wird deine Ernährung schnell zu einem Selbstläufer, zu einem ziemlich schnellen und gesunden Selbstläufer. 😌🏃🏽‍♀️

So kann man auch nicht pauschalisieren, dass jedes Ernährungskonzept unbedingt gesundheitsfördernd ist, nur weil es eben ein Konzept ist.

Natürlich isst nicht jede Person mit Ernährungskonzept immer zu 100% danach. Jeder gönnt sich mal eine Ausnahme. Das ist auch in Ordnung und wichtig. Aber die meiste Zeit tust du genau das mit deinem Konzept eben. Auf diese 90-95% kommt es dann an. Denn das ist dein immer wiederkehrender Alltag. Ist das erst einmal gesichert wird es deinem Körper und Geist gut gehen. Und das ist doch, um was es letztendlich geht, oder?

Die Art dich zu ernähren und die Art, zu denken und zu fühlen

Wie schon einige Untersuchungen und Studien gezeigt haben, wird das Essverhalten keineswegs nur durch den Hunger bestimmt. Eine viel größere Rolle nimmt die Psyche ein, aber sogar auch soziale Faktoren. Dazu zählen unter anderem Erziehung, Traditionen und das eigene Wohlbefinden. So ist Essen auch eine gesellige Tätigkeit und wir genießen das Beisammensein mit anderen. Aber welche sind die Signale, die Hunger, Appetit und Sättigung steuern

Das eigene Essverhalten ist nicht nur die Befriedigung von Hunger, sondern auch Genuss. Und dieser Genuss beginnt schon nach der Geburt durch Aufnahme der Nahrung durch die Muttermilch. So ist es früh in Verbindung zu bringen mit emotionalen und sozialen Aspekten.

Schwarz-weiß Foto eines Kleidkindes auf einem Hochstuhl beim Essen

Kinder werden also immer die Lebensmittel mögen, welche ihnen zugänglich sind und diese, welche Erwachsene in deren Umfeld zu sich nehmen. Diese Lebensmittel werden dann auch im späterem Leben ins eigenen Essverhalten aufgenommen. 

Der Grundstein für dieses Verhalten wird somit schon in früher Kindheit gelegt und umfasst die drei folgenden Prozesse, wenn es darum geht das eigene Verhalten zu entwickeln:

  • Durch Ausprobieren verschiedener Lebensmittel gewöhnst du dich nach einer Weile an bestimmte Geschmäcker und stellst fest, welche du besonders magst.
  • Durch dein Umfeld wird eine soziale Komponente festgelegt, in dem du vermittelt bekommst, was sie gerne oder auch gar nicht mögen.
  • Durch körperliche Konsequenzen verändern sich die Vorlieben bzw. Abneigungen gegen oder für bestimmte Lebensmittel.

Besonders interessant wird es, wenn du dir vor Augen führst, dass wir Menschen auch essen, um unsere emotionalen Zustände auszudrücken. Gegessen wird um zu trösten, zu feiern, zu belohnen.

Acht Menschen sitzen am einem gut gedeckten Tisch und stoßen an

Das macht zunächst mal ein normales Essverhalten aus. Problematisch wird es nur, wenn du für die genannten Ausdrucksformen keine andere Handlungsalternativen zum Essen hast. So wird bei Stress zum Beispiel immer zur Schokolade gegriffen anstatt an die frische Luft zu gehen. 

Möchtest du selbst bessere Lauen haben, ohne dabei gleich zu Schokolade oder der Pizza vom Lieferservice zu greifen? Eine Steigerung deiner Laune bestimmt die Ausschüttung des Nervenbotenstoffs Serotonin. Durch gute Gespräche, tanzen, Sport oder einem Spaziergang kannst du dieses Glückshormon auch ohne Essen ausschütten und dich besser fühlen. So bekommst du das emotionale Essen unter Kontrolle. Fühlst dich freier.

Tipps um wirklich bewusster zu essen:

  • Mache dir Gedanken um dein Essverhalten. Wann isst du was, und warum? Hast du wirklich Hunger oder isst du aus Stress, Langeweile vielleicht?
  • Frage dich also, ob du wirklich Hunger hast oder dich nur anders fühlen möchtest. Falls dem so ist, dann überlege doch mal, was du anstelle dessen tun könntest wie beispielsweise tanzen oder Musik hören.
  • Versuche nur so viel zu essen, wie wirklich notwenig. Langsames Essen hilft dabei nicht in den „Überfressen-Modus“ zu rutschen. 
  • Stehe mit deinem Körper in Verbindung und achte auf seine Signale.
  • Möchtest du wirklich einen positiven Gesundheitsstatus erlangen bzw. erhalten, dann mache dir bewusst Gedanken um das was du isst. Was ist in jenen Lebensmittel eigentlich drin? Was bewirken Fast-Food-Gerichte im Körper, wenn du sie zu dir nimmst? 
  • Ehre deinen Körper. Er hat eine ausgewogenen und gesunde Ernährung verdient. Denn du hast nur diesen einen. Schließlich ist klar, mit deiner Gesundheit steht und fällt fast alles. Nur so kannst du aktiv, gesund, ausgeglichen und glücklich sein. 
  • Nimm dir bewusst Zeit für dein Essen. Lege dein Handy zur Seite und lass dich auch nicht vom Fernseher ablenken. Mache dieses Vorgehen zu deiner Gewohnheit.
  • Übe dein neues Bewusstsein und sei nicht zu streng mit dir. Niemand ist perfekt. 🙂

Wie also bereits aufgeführt hängt unser Mindset unmittelbar mit unserer Ernährung und unserem Essverhalten zusammen. Auch ich erlange in letzter Zeit immer mehr Bewusstsein in diesem Bereich. Bei mir selbst habe ich festgestellt, wie oft ich einfach nach meinem Tagesablauf esse. Häufig habe ich noch gar keinen Hunger. Aber ich esse, weil jetzt gerade Mittagspause ist oder ich vom Sport nach Hause komme. Das möchte ich besser koordinieren und wirklich erst essen, wenn mein Körper mir sagt, dass ich Hunger habe. 

Zum anderen ertappe ich mich zwischendurch auch immer dabei aus Stimmungen oder emotionalen Anreizen zu naschen. Aus ganz unterschiedlichen Gründen tatsächlich. Sei es Frustration, Langeweile oder zur „Stressbewältigung“. 

Nur hilft mir dabei nicht das dritte oder vierte Kuchenstück und auch nicht der Schokobrownie, der eigentlich schon zu viel ist. Denn danach fühle ich mich immer noch genau so. Ist es das also wert? Ich finde nicht. Und deshalb möchte ich jetzt vermehr auf mein Essverhalten achten. Mich fragen, was der Grund dahinter ist und es so Schritt für Schritt verändern.

Wie du gesunde Ernährung einfach in deinen Alltag integrierst

Du möchtest wirklich etwas verändern? Dich fitter, gesunder, leistungsvoller und auch glücklicher fühlen? Ja? Dann let´s go. 💪🏼

Frau lächelt und hält eine Schüssel mit Obst in der Hand

Hier habe ich dir einige Tipps zusammengeschrieben, wie du dich jeden Tag ganz leicht gesund ernähren kannst. Fast wie nebenbei quasi. 🙂

  • Bereite einen Teil deiner Mahlzeiten schon vor. Nichts ist einfacher, als eine Dose mit einer leckeren und gesunden Mahlzeit aus dem Kühlschrank zu nehmen und sie zu genießen. Natürlich kostet die Vorbereitung etwas Zeit. Doch die so genannte „Meal Prep“ zählt sich einfach aus. Du bist so nämlich immer auf der sicheren Seite.
  • Überlege dir schon vorher was du essen willst. So kommst du nicht in die Versuchung doch noch etwas ungesundes beim Lieferservice zu bestellen, nur weil dein Lieblings-Supermarkt schon zu hat und du nicht alles zum Kochen daheim hast. 
  • Bestimme den Status deiner Gesundheit schon beim Einkaufen. Du hast also einen Plan und kaufst alles für dein leckeres Gericht ein. Super. Tue dir selbst einen Gefallen und lass die Schokolade oder Kekse gleich in den Supermarkt-Regalen stehen. Was du nicht zu Hause hast, das kannst du auch nicht essen. Packe dir für kleine Naschereien zwischendurch gesunde Alternativen ein. Datteln, Feigen, Nüssen oder zuckerfreie Müsliriegel. Oder mach dir einfach selbst gesunde Snacks.
  • Iss den größten Teil deiner Woche bewusst, ausgewogen und gesund. Meist ist es ja so, dass dein Alltag ziemlich ähnlich aussieht oder? Nutze diese Struktur, um auch Ordnung in deine Ernährung zu bringen. So kann es dir sogar leichter fallen dich an deinen Plan zu halten. Am Wochenende kannst du dir auch mal etwas aus der Reihe genehmigen. Wenn du zum Beispiel unterwegs bist oder eingeladen wirst. So sind 90% deiner Ernährung schon einmal mit gesunden Lebensmitteln abgedeckt. Aber. Mach dir da nicht zu viel Stress. Auch ein Stück Kuchen unter der Woche ist mal ok. Es sollte, wie so oft, nur in Balance bleiben. So macht es auch Spaß. 
  • Sei kreativ bei der Zubereitung deiner Gerichte. Lass dich inspirieren und bereite dir leckere Dinge zu. Gesunde und nährstoffreiche Gerichte lassen sich oft sehr schnell und simpel zubereiten. Dabei sind sie nicht nur total deliziös, sondern auch vollwertig. Ist es nicht toll, wenn du dich morgens schon total auf dein Mittagessen freust? Gesunde Ernährung muss nicht langweilig sein. Heute gibt es so viele tolle Inspirationsquellen für Rezepte. Probier einfach mal Neues aus. 
  • Führe dir immer wieder vor Augen, warum gesunde Ernährung für dich wichtig ist. An manchen Tagen fällt es dir vielleicht mal nicht so leicht dich aufzuraffen und etwas frisches in der Küche zu zaubern. Mach dir dann bewusst, dass du es für dich und deinen Körper tust. Für niemanden sonst. Denk immer daran, deine Gesundheit ist mit das wichtigste in deinem Leben. Bist du nicht gesund, kannst du viele Facetten im Leben nicht voll auskosten.

„Eating well is a form of self respect.“

Tatsache ist, dass du dich ernähren musst, um leistungsfähig zu bleiben. Und das jeden Tag. Es ist ein großes Privileg, dass wir uns so viel Gedanken um unsere  Nahrungsaufnahme machen „dürfen“. Aber Ernährung ist nicht gleich Ernährung. Um möglichst fit, gesund und zufrieden bleiben zu können, kommst du an einer gesunden Ernährung nicht vorbei.

Was gesund für dich bedeutet entscheidest du am Ende selbst. Du kannst deine Ernährung am allerbesten auf dich und deinen Alltag abstimmen. Hilfestellung können dir die Erkenntnisse der Ernährungsgesellschaften, wie der DGE, geben. 

Verkrampfe aber bitte nicht und gehe das ganze mit Leichtigkeit an. Hast du die Grundregeln erstmal verstanden, kommt der Rest von ganz alleine. Es ist also gar nicht so tricky, wie manchmal dargestellt. Aber es lohnt sich. Denn nur in Einklang mit deiner Gesundheit kannst du dir dein Leben so gestalten, wie du es gerne möchtest. Alles beginnt mit deiner Gesundheit.

Mich interessiert es immer brennend, wie andere Menschen zum Thema Ernährung stehen. Es ist einfach super spannend, da jeder seine ganz eigene Sichtweise hat. Schreib mir doch gerne mal in die Kommentare oder bei Instagram, wie du deine Ernährung gestaltest. Bist du zufrieden? Möchtest du etwas ändern? Oder findest du das Ganze gar nicht wirklich wichtig? Ich freue mich, wenn wir uns ein wenig austauschen können. ☺️

Falls du noch etwas Inspiration für eine leckere Frühstücks-Bowl oder ein pikantes Brot suchst, kannst du schon mal eine kleine Auswahl auf meinem Blog finden. ♡

Sei echt, wild & mit Herz dabei ♡

Deine Vanessa

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