Haben wir die Chance morgen in einer grüneren Gesellschaft zu leben?

Heute, im Jahre 2020, sollte doch jedem bewusst sein, in welcher Situation sich unser Planet befindet. Der Wandel des Klimas ist schon längst im Gange. Auch einige Konsequenzen daraus können wir schon spüren. Alles deutet darauf hin, in welche Richtung sich die Zukunft unserer Erde bewegen zu scheint, wenn unsere Weltgemeinschaft so weiterlebt wie bisher.

Wo stehen wir jetzt?

Trotz all dieser Präsenz findet in der Politik aktuell noch viel zu wenig Handlung statt. Vieles wird erst einmal aufgeschoben, Maßnahmen gekürzt oder gar nicht erst begonnen.

Unsere Politik muss in dieser Angelegenheit dringend extrem gefordert werden, denn es muss sich sehr kurzfristig und grundliegend etwas ändern. 

Aber eine Frage, welche mich schon seit Längerem beschäftigt ist die, ob wir als Gesellschaft nicht ohnehin die größte Chance auf Veränderung in uns tragen. 

Politik, Gesetze, Vorschriften und Verbote. All das gehört natürlich schon lang in unser System. Doch, kann eine große Menge von Gleichgesinnten nicht viel mehr bewegen, als Menschen, die nur aus Angst vor Konsequenzen handeln (müssen)? 

Tun wir also etwas weil wir es müssen oder weil wir davon überzeugt sind? Ich glaube, hier liegt ein klarer Unterschied, vor allem in der Motivation der Menschen. 

In meinem Artikel möchte ich über die Frage sprechen, wie wir es als gesamte Gesellschaft schaffen können, mehr Bewusstsein für den Schutz und den Erhalt unserer Erde zu etablieren. Es als selbstverständlich, als angesehen und normal anzusehen. Ist das überhaupt machbar? Wenn ja, wie und wo können wir dieses Bewusstsein kreieren beziehungsweise fördern?

Gesellschaftliche Themen sind ja immer nicht ohne. Es gibt so viele Ansätze und Meinungen. Dennoch denke ich, dass diese Themen gerade heute immer mehr an Wichtigkeit gewinnen. 

Wer, wenn nicht die Menschen selbst, können die Welt und die Zukunft verändern?

Gruppe aus jungen Frauen schiebt Fahrräder um eine gemähte Wiese.

Ich bin bemüht nicht zu viel soziologische Wissenshäppchen im Text zu verstreuen. Aber dennoch hilft eine gewisse Basis meist weiter, um sich besser aufgeklärt zu fühlen. 

Wie definieren wir „Gesellschaft“ eigentlich?

Scheinbar hat der Begriff Gesellschaft häufig eine andere Bedeutung, je nachdem, in welchem Bereich man ihn verwenden möchte. Als übergreifende Definition kann jedoch festgehalten werden, dass es sich immer um eine Gruppe von Menschen handelt. Diese kann durch unterschiedliche Merkmale zusammengefasst werden. Die Personen in dieser Gruppe handeln sozial untereinander als Akteure und leben miteinander verknüpft. 

So wird Gesellschaft sowohl benutzt, um die Menschheit an sich zu meinen, als auch einzelne Gruppe, wie zum Beispiel eine Nation. 

Schon Aristoteles erklärt, der Mensch sei ein geselliges Individuum und auf die Gesellschaft anderer Menschen angewiesen. So entstehen Gesellschaften vor allem durch dieses „gesellige“ Gemüt, sowie durch die verschiedenen Fähigkeiten der Menschen. Jeder bringt gewisse Eignungen mit, so können deren Bedürfnisse arbeitsteilig befriedigt werden. 

In welcher Gesellschaft leben wir heute?

Zwar gibt es viele verschiedene Gesellschaftskonzepte auch heute noch, jedoch lässt sich keins davon so richtig greifbar machen und vorstellen. Die Frage „Was ist das für eine Gesellschaft, in der wir heute leben?“ lässt die Soziologen bis heute weiter forschen. 

Die einen stellen fest, wir leben in der klassischen kapitalistischen Theorie nach Karl Marx. Die anderen wiederum sind von der Systemtheorie der Moderen nach Niklas Luhmann überzeugt. 

Menschenmenge auf der Straße in Schwarz-weiß, sehr verschwommen zu sehen.

Trotz der Komplexität dieser zwei Systeme scheinen doch noch einige Aspekte zu wenig Beachtung zu erhalten. Die kapitalistische Theorie stellt demnach den Aspekt der Ökonomie zu sehr in den Vordergrund. Aspekte wie Politik, Kunst und Wissenschaft kommen hier zu kurz.

Das Teilsystem der Moderne wird darin kritisiert, dass es zu sehr in die verschiedenen Kleinsysteme wie Medien, Politik, Recht, Erziehung unterscheidet. So sind keine übergreifenden bzw. größeren Gruppen mehr möglich. 

Die bürgerliche Gesellschaft

In dieser Erklärungsnot geht die Soziologie nun an das Thema heran und besagt, es handelt sich um eine „bürgerliche Gesellschaft“, in der wir leben. 

Diese Form entspricht somit den folgenden drei Annahmen. Es gibt das Prinzip der kapitalistischen Unternehmungen. Das Prinzip der Vereine oder anderer gemeinschaftlicher Gruppen. Zuletzt auch noch das Prinzip der selbstregulierten Welt-und Selbsterschließung. 

Wir leben in einer verbürgerlichten Massengesellschaft. Denn seit circa 25 Jahren zählen circa 56-60% zur Mittelschicht und 10-12% zur oberen Mittelschicht. Der Konsum nimmt hier einen sehr starken Part ein. 

Ist die heutige Gesellschaft „gut“, so wie sie ist?

Zu einen der höchsten Prinzipien dieser Gesellschaftsform gehörten schon früh die Freiheitsforderung durch das Prinzip des Eigentums. Durch Arbeit also Leistung kann sich jeder Mensch Eigentum, zugleich scheinbar Freiheit, aufbauen. Zudem zählt noch das Recht und eine kritische Öffentlichkeit zu den wichtigsten Grundpfeilern. Durch den Liberalismus wurden diese dann schließlich zusammengefasst. Dieses Prinzip wurde damals durch die immer stärker werdenden Verbindung von industrieller und politisch-bürgerlicher Revolution noch weiter verstärkt. 

In dieser Form kommt es immer wieder zur Konfrontation bzw. Interaktion zwischen Subjekt und Gemeinschaft –  also von bürgerlicher Gesellschaft und Staat. Dieser Zustand ist in dieser Gesellschaftsform nicht abzuschalten. Denn beide Pole sind gleichermaßen beteiligt.  

Aus den vielen geschichtlichen Aspekten lassen sich viele Entwicklungen ableiten. Klar ist jedoch, dass heute sehr viele Staaten ihre Verfassungen auf den Grundprinzipen der bürgerlichen Gesellschaft aufbauen. Diese lauten wie folgt: 
Eigentum; Persönliche Autonomie; Vertragsfreiheit; Rechtsordnung, die Gleichheit garantieren soll.

Gut oder schlecht?

Was davon nun als gut oder eher schlecht zu bewerten ist, liegt sicher im Auge des Betrachters/der Betrachterin.

Klar ist jedoch, dass diese Form der Gesellschaft unserem Planeten Erde alles andere als gut tut. Durch Kapitalismus, dem ständigen Drang nach mehr Macht, Geld und Konsum kommt die Erde langsam aber sicher an ihre Grenzen. Vielleicht kommen auch die Menschen an ihre mentalen Grenzen. Die Frage ist nur, ob wir uns dies eingestehen möchten und umlenken. Oder ob wir einfach weiter machen, wie bisher und schauen wo wir und die Erde landen.

Mit Sicherheit gibt die Gesellschaft, wie wir sie heute erleben auch für viele andere Themen Gründe für ein Umlenken. Doch ganz besonders im Bezug auf den Umwelt-und Klimaschutz muss eine klare Überarbeitung des Systems her.

Kann sich eine Gesellschaft ändern oder immer nur der Einzelne an sich?

Durch Politik und Gesetze lässt sich einiges ändern. Denn es werden Vorgaben, Verbote und Vorschriften gegen die Bürger erhoben. Doch ist es nicht nachhaltiger das Bewusstsein der Menschen zu verändern? Sie aufmerksamer auf bestimmte, wichtige Dinge zu machen? 

Mann mit Pappschild in der Hand schaut verträumt zur Seite.

Aber wie genau kann dies passieren? Ist es überhaupt möglich unsere Gesellschaft in eine gemeinschaftliche, faire und nachhaltige Richtung zu leiten? 

Klar ist, dass eine Veränderung weit mehr als den einzelnen Menschen ansprechen muss. Gesellschaftliche Gruppen, Staaten, die Wissenschaft und Unternehmen müssen dann mitwirken. 

Es wird bereits an Lösungen gearbeitet, was sich zunächst doch schon einmal gut anhört. So möchte der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) einen Gesellschaftsvertrag ins Leben rufen. Dieser soll eine Gesellschaft formen, in der die Menschen nachhaltiger leben, konsumieren, existieren. Zugleich sollen die demokratischen Prinzipien stets beibehalten werden. Eine Kultur der Nachhaltigkeit soll somit geschaffen werden. 

Wichtig ist dabei vor allem sich einigen wichtigen Aspekten klar zu sein:

Wir müssen die ökologischen Grenzen unserer Erde bzw. unseres Konsums anerkennen und beachten. Rahmenbedingungen für einen Konsum und eine Produktion, welche unsere Erde und deren Ressourcen entlastet, müssen integriert werden. Wir benötigen zudem Modelle für ein nachhaltigeres Verhalten und Lebensstile in der Gesellschaft. Weiterhin ist es wichtig Konzepte zu erschaffen, welche ein lebenslanges Lernen in Hinblick auf die Nachhaltigkeit legt, genauso wie mehr Aufmerksamkeit in der Bildung.

Tatsächlich ist dieser Plan sehr gut. Doch solange er nur ein Plan ist, hilft er unserer Erde leider noch nicht recht viel. 

Der Wandel einer Gesellschaft

Ganz klar muss uns aber auch sein: Gesellschaftliche Veränderungsprozesse sind alles andere als einfach und leicht planbar, geschweige denn beeinflussbar. Wie alle Menschen auf der Welt unterschiedlich sind, so sind es auch deren Veränderungen beispielsweise als Individuum, Gesellschaft oder Gruppe. Das bedeutet Veränderungen sind erst nach deren in Kraft treten messbar und zugleich häufig nicht gradlinig. 

Grundsätzlich geht man davon aus, dass menschliche Bedürfnisse große soziale Spaltungen, aber auch Transformationen in Gang setzen können. 

In Umweltfragen gehen Experten aktuell von einer Umstellung der Gesellschaft von mehreren Jahrzehnten aus. Die sogenannte Nachhaltigkeitstransformation habe in unserer Zeit eine mittlere Reichweite in der Gesellschaft. Aufgrund der Dringlichkeit dieser wichtigen Angelegenheit muss jedoch schnellstens wirklich gehandelt werden. Die Reichweite extrem erhöht werden. 

Eine Politik, welche das Verhalten der Menschen langfristig verändern will, muss viel über die Entscheidungen und Verhaltenstendenzen der Gruppen und Individuen wissen.

So lässt sich auch die Zeitwahrnehmung eng mit der Handlungsbereitschaft der Menschen verweben. Je weiter ein Problem von den Menschen entfernt liegen mag und je schleichender es eintritt, desto schwieriger ist es die Notwendigkeit einer Veränderung zu vermitteln. Dieses Phänomen kennt doch jeder selbst von sich. Im Aufschieben sind wir alle wahre Meister bzw. Meisterinnen. 

Sowohl emotional als auch inhaltlich werden wir als Menschen hier gefordert. Viel Forschung in diesem Bereich zeigt somit, wie wichtig es ist, das menschliche Verhalten bei der Planung von Politikinstrumenten einfließen zu lassen, um Veränderungen installieren zu können. 

Menschliches Verhalten verändern

Bricht man eine gesellschaftliche Veränderung mal auf einen einzelnen Menschen herunter, gibt es laut Psychologie schon einige einleuchtende Aspekte, wie menschliches Verhalten von einer weiteren Person verändert werden kann. Letztendlich muss jeder selbst Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Doch manchmal hilft es auch schon kleine Anreize im eigenen Umfeld zu setzen.

  • Aufmerksamkeit für Dinge schaffen, aufklären und darüber sprechen
  • Dinge gemeinsam tun, Aktionen als Gruppe planen und durchführen mit viel mehr Motivation
  • Über eigene Erfolge sprechen und andere damit motivieren
  • Versuchen andere zu inspirieren, indem man zeigt wie einfach etwas geht oder in den Alltag zu integrieren ist
  • Wiedersprüche aufzeigen: Den Menschen vor Augen führen, was sie selbst tun oder auch nicht, im Gegensatz dazu, was sie von anderen erwarten. 
  • Fragen stellen: „Glauben Sie, dass wir ewig so weiterleben können wie bisher?“ Die Menschen machen sich Gedanken und müssen ihr Verhalten überdenken. Die Antwort kommt von ihnen selbst, so erhöht sich die Zustimmung umso mehr. 
  • Nicht zu viel verlangen: Aufforderungen bzw. Wünsche besser in kleinere Teilschritte unterteilen.

Wie kann eine grünere Zukunft wirklich aussehen?

Was würde sich ab heute innerhalb unserer Gesellschaft verändern, wenn wir davon ausgingen, sie in eine grünere und nachhaltigere Zukunft zu transformieren?

Zu allererst würde sich der Lebensstil der Menschen im Allgemeinen verändern. Für viele Dinge in unserem Alltag gibt es also nachhaltigere und umweltschonendere Alternativen. Das beginnt schon bei einfachen Dingen, wie dem Weg zur Arbeit oder dem Wocheneinkauf. Es muss vermehrt der Fokus darauf gelegt werden, wie wir unseren Lebensstil in bekannter Weise möglichst aufrecht erhalten können, dabei aber viel mehr Rücksicht auf die Umwelt nehmen. 

Ohne Frage wird dies für uns alle viele Veränderungen erschließen und jeder Einzelne muss sich umstellen und bemühen. Doch was haben wir sonst realistisch gesehen für eine andere Wahl? Die Folgen, welche laut der Mehrzahl an Experten seit langen belegt sind, die uns erwarten wenn wir nicht handeln, werden deutlich einschneidender sein. 

Das führt auch gleich zum nächsten und fast noch wichtigeren Punkt. Wir Menschen müssen erst einmal verstehen, warum wir all diesen „Mehraufwand“ in Kauf nehmen sollen. Nach dem Motto „Wofür das alles, lasst mich doch so weiter leben wie bisher.“ Nur wenn der Grund und das Ziel hinter diesem Wandel glasklar ist, wird sich auch ein Wandel im Kopf der Menschen in Gang setzen. 

Große Wolken über einer grünen kargen Landschaft.

Somit ist es zwingend notwenig so viele Menschen wie möglich zu erreichen, das Bewusstsein für die ganze Thematik zu schaffen. So viel und gut es geht aufzuklären, zu helfen, zu informieren.   

Wir brauchen also eine viel höhere Aufmerksamkeit in den Medien, in der Bildung, in der Politik und im Bewusstsein der Menschen. 

Nachhaltigkeit als Allgemeinbildung?

Es mag sich zwar ziemlich „radikal“ anhören. Aber ich glaube, unsere Gesellschaft muss penetrant mit der Thematik konfrontiert werden. Das nicht nur, wenn man sich dafür interessiert oder sich einlesen will. Sondern wie eine Art „Allgemeinbildung“ für alle Schichten der Gesellschaft. Auf eine informative, aber auch verständnisvolle Weise zu einem neuen Leitbild in unsere Gesellschaft führen.

Den Menschen sollte es leichter gemacht werden, sich an einen nachhaltigeren und klimaschonenderen Lebensstil zu gewöhnen. Es sollte Freude machen, nicht als Zwang oder Last angesehen werden.

Das was einige Proteste wie Fridays for Future schon erreichen konnten, muss auf jeder Ebene der Gesellschaft ankommen. Nicht nur die Jugendlichen und Kinder müssen angesprochen werden, sondern auch die älteren Generationen. Denn wenn es eine kollektive Veränderung erschaffen soll, dann sind alle gefragt. Egal ob ein Mensch noch 40, 25 oder 60 Jahre auf diesem Planeten leben wird, dieser Wandel muss bei allen ankommen.

Weiterhin ist es notwenig die Dringlichkeit der Angelegenheit immer wieder deutlich zu machen. Studien zeigen ganz klar, wenn wir bis 2035 nicht klimaneutral handeln können, ist die Erreichung einiger wichtiger Kipppunkte unumstößlich. Die Folgen des Klimawandels sind ab diesen Zeitpunkten nicht mehr umkehrbar, egal welche Maßnahmen dann noch ergriffen werden. 

Politik oder jeder Einzelne?

Letztendlich gibt die Politik die Gesetze vor, um die notwendigen Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Wie bei allen Vorschriften gibt es einen großen Teil der Menschen, die sich daran halten und einen, der es nicht tut. Auch in diesem Bereich wird das nicht anders sein.

Was allerdings meiner Meinung nach schon einen enormen Unterschied ausmachen wird, ist das Verständnis und der Wille der Menschen selbst. Wenn wir von uns aus fest an etwas glauben, wissen warum wir es tun, dann haben wir eine ganz andere Motivation. Du kennst es doch bestimmt auch, wenn dir jemand vorschreibt, was du zutun hast macht es dir weniger Freude, als wenn du es aus eigenem Ermessen tust. 

Auch wenn erst einmal nur ein kleiner Teil der Gesellschaft diesen „Bewusstsein-Wandel“ lebt und voran treibt, ist das schon gut. Denn am allerbesten lernen wir durch Inspiration und wenn wir sehen, wie gut es anderen geht, die genau das tun, was richtig zu sein scheint. Die Resultate sprechen für sich. So werden sich immer mehr Menschen mit diesem Wandel identifizieren können. Bis zu einem Punkt, an dem es von alleine läuft. Ab dem Punkt, wo dieses neue Bewusstsein zur Normalität wird. 

Die Menschheit hat sich in seiner Entwicklung so häufig verändert. Warum sollten wir genau das nicht heute auch schaffen?  

Die Menschen müssen sehen, was für einen Vorteil sie aus dieser Veränderung erhalten, nicht nur, was sie alles einbüßen müssen. Das wird selbstverständlich einiges sein. Viele vertraute Systeme werden sich verändern. Aber das heißt ja nicht, dass die Alternativen nicht besser sein werden. 

Wie müsste sich die Gesellschaft dafür verändern?

Einer, wenn nicht der wichtigste Leitsatz ist die Kooperation anstelle der Konkurrenz zu wählen.

In unserer Gesellschaft müssen wir an den Punkt kommen, an dem sich das Ego eines Einzelnen dem Wohl der Gemeinschaft unterordnet. 

Natürlich kommen hier viele Aspekte an die Oberfläche, wie das Einrichten in der eigenen Komfortzone oder die Erhaltung der eigenen Sicherheit, die das Ganze erschweren vermögen. Jedoch wird auch immer deutlicher, wie die Sehnsucht nach Veränderungen im Innen der Menschen entsteht. Nur gemeinsam kann die Menschheit ein Werkzeug der Veränderung sein. 

Gerade in Zeiten von Corona ergibt sich eine klare Chance die Welt, wie wir sie bislang wahrgenommen und bewohnt haben, zu verändern. Altes zu überdenken und Neues zu implementieren. Nie war es sinnvoll und auch günstiger neue Realitäten und Wahlmöglichkeiten zu kreieren. 

Zudem wird ein produktiver Umgang mit Konflikten benötigt. Konflikte treiben die Gesellschaft und deren Themen voran. Nur so kann sich etwas verändern. 

Bequemlichkeit vs. Existenz der Menschheit?

Wir müssen uns als Menschheit darüber klar werden, wie wichtig, das Thema ist. Es geht um unsere Existenz und die unserer Kinder und Enkel. Ich stelle mir oft die Frage, lohnt es sich überhaupt noch für irgendetwas anderes zu leben, zu kämpfen? Wenn wir unseren Planeten vor die Wand fahren, was bleibt denn dann noch?

Pappschild wird nach oben gehalten auf einer Klimademo, geschrieben steht "Eco not Ego".

Die Politik muss endlich anfangen zielstrebige und wirksame Strategien zu etablieren. Wir müssen also unser System überdenken und überlegen, wie wir am besten damit zurecht kommen und die Ziele einhalten können, um unsere Erde noch retten zu können. 

Handlungs-Inspiration & Überlegungen

Was können wir als Menschen heute schon tun, um eine Gemeinschaft zu formen, die genau weiß, wie wertvoll unsere Erde ist? Wie dürfen wir alle beginnen zu denken und zu handeln?

Aber auch: was sollte die Politik und die Wirtschaft dringend in die Tat umsetzen, um diesem Trend zu helfen?

Hier findest du ein paar Gedanken und Inspirationsvorschläge:

⚬ Bildung für Schüler und Kinder schon mit diesem wichtigen Wissen, dem Bewusstsein, verbinden.
Die Kleinsten sollten schon früh verstehen, dass es nicht in Ordnung ist und ohne Folgen bleibt, unsere Planeten „auszurauben“ und zu zerstören, als würde es noch einen zweiten oder dritten geben.

⚬ Einen gesellschaftlichen Wandel attraktiv und ansprechend machen für die breite Masse. Durch Maßnahmen wie Image-Kampagnen und Motivation in der Öffentlichkeit.

⚬ Die Medien, welche die Menschen täglich mit den neusten Informationen versorgen, sollte einen festen und durchaus großen Fokus auf dieses Themengebiet legen. Es sollte nicht nur über Fakten berichtet werden. Vielmehr sollte es Handlungsanreize, Tipps und konstruktive Vorschläge geben, wie beispielsweise das Online-Magazin „Perspective Daily“ es schon macht. 

⚬ Einen Anreiz für Menschen schaffen sich für Nachhaltigkeit und einen umweltbewussteren Lebensstil zu engagieren. So könnte es zum Beispiel eine Art Prämie für die Fortbewegung mit dem Fahrrad geben, anstelle das eigene Auto zu wählen. 

⚬ Auch im täglichen Konsum mehr Bewusstsein schaffen. Es könnte Kennzeichnungen auf Gütern aber auch Lebensmitteln geben. Was ist klimaschädlich, was besser vertretbar.

⚬ Alternativen sollten klar erkennbar sein und auch klar, wo diese zu erhalten sind. Den Menschen sollte es so einfach wie möglich gemacht werden, sich für die umweltfreundliche Art von Konsum zu entscheiden. 

⚬ Beim Konsum wäre es denkbar eine Art Punktesystem einzuführen. Sowas wie es heute für Payback gibt. Jedes mal, wenn ein „positiv“ ausgezeichnetes Produkt erworben wurde, darf eine Person eine Karte zücken und erhält Sammelpunkte auf ein Konto. So kann ein Wandel in der Wahl der Güter weiter gefördert werden.

⚬ Bestehende Systeme wie Recycling etc. überdenken und verändern. Mehr Pfandsysteme einführen und in erster Linie auf Mehrweg-Verpackungen setzen.

⚬ Den Menschen einen neuen, anderen Lebensstill mit all seinen Facetten als Bereicherung, nicht nur, als Verzicht bewusst machen. Wer zum Beispiel nicht mehr mit dem eigenen Auto, sondern mit den Öffentlichen fährt, hat keinen Stau und weniger Stress auf dem Weg zur Arbeit.

⚬ Die Einstellung von so vielen Menschen wie möglich verändern hin zu einem bewussteren Lebensstil. Der nicht nur ihnen selbst gut tut, sondern auch Mitmenschen und unserem Planeten. 

⚬ Je mehr Menschen positiv davon überzeugt sind, desto mehr wird sich diese Richtung in der Gesellschaft fortsetzen. Die „alten Muster“ gelten dann nicht mehr als zeitgemäß und fallen immer mehr weg und werden durch neue ersetzt. 

⚬ Eigene Intuitionen und Anlaufstellen bilden, welche sich mit genauen Strategien und Maßnahmen befassen. Am allerbesten direkt aus der Gesellschaft heraus. Mit Menschen, welche sich wirklich dafür interessieren und dafür einstehen, was sie verändern wollen auf unserer Erde. 

Dieser Wandel kann sich auf viele, wenn nicht alle Lebensbereiche beziehen. Beginnend bei der Ernährung über die Freizeitaktivitäten bis hin zur Fortbewegung.

Der Druck und den Anspruch an die Politik etwas zu verändern muss aus der Gesellschaft herauskommen. Nur die Menschen können der Politik vorgeben, an was sie mit welchem Fokus arbeiten. Deshalb ist es so wichtig sich klar aufzustellen und endlich klarzumachen, in welche Richtung der Weg führen muss. 

Und jetzt? Haben wir eine Chance?

Vielleicht ist all das viel zu naiv gedacht. Die gesellschaftlichen Verknüpfungen viel zu komplex und undurchsichtig, als das sich so einfach ein Wandel bewirken ließe. 

Aber dennoch, glaube ich fest daran, als Menschheit gerade in diesem Jahr an einem Punkt angekommen zu sein, endlich etwas bewegen zu wollen. Immer mehr Menschen begreifen, das „große Ganze“ zu blicken. Raus aus dem Ego-Modus hin zu einer verständnisvolleren Gesellschaft. Denn viele bemerken, wie viel sie in ihrem Leben eigentlich schon haben und besitzen. Trotz all dem Überfluss und maßlosen Konsum sind sie häufig nicht glücklich. Was kann es also sein, was uns glücklich macht, neben all dem was unser Ego haben „muss“? 

Ein Weg hin zu „etwas weniger von allem“ hin zu „mehr zu mir, zur Natur, zur Essenz“. 

Ich denke, die Menschheit ist bereit für einen Wandel. Einen Wandel, der die Gesellschaft neu formen kann. An dem wir gemeinsam arbeiten werden und jeder seinen Platz hat. 

Die Gesellschaft darf sehen, dass dieser Wandel nötig ist. Früher oder später wird er unvermeidlich sein. Warum dann nicht lieber heute, mit den Mitteln, die wir selbst wählen dürfen?

Dieser Wandel darf weniger als Verzicht zu verstehen sein, viel mehr als Bereicherung. Eine Bereicherung aus den Ketten eines festgefahrenen Systems auszubrechen. Eine neue Gesellschaft und eine neue Weltgemeinschaft kann entstehen.

Es kann alles, wenn wir es alle nur sehen und wollen.

Hast du dir auch schon mal solche Gedanken gemacht? Glaubst du, dass sich unsere Gesellschaft verändern kann? Bist du eher hoffnungsvoll oder glaubst du, dieser Wandel ist eine Nummer zu groß?
Ich würde mich freuen, wenn wir uns hier oder auf Instagram dazu austauschen können.

Sei echt, wild & mit Herz dabei ♡

Deine Vanessa

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